2000 Tote täglich in Somalia – Eure Unterschrift kann helfen!

Klimawandel Nach Angaben von „avaaz“ sterben im von Hungersnot betroffenen Somalia täglich 2000 Menschen. Am härtesten betroffen sind die Gebiete, in denen die Al-Shabaab-Milizen regieren. Dies ist ein mit Terrorgruppen verknüpftes Regime, welche die Hilfslieferungen und den notwendigen Handel, um die Hungersnot zu beenden, behindern.

Die Gründe für die Hungersnot und was die internationale Gemeinschaft tun muss, haben wir ausführlich im Artikel „Die schwerste Dürre am Horn von Afrika seit 60 Jahren“ geschildert. Was aber können wir tun? Mit Eurer Unterschrift auf folgender „Petition“ an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, der sich in ein paar Tagen zusammensetzt, können wir es schaffen, dass nicht noch einmal das Gleiche passiert wie vor 19 Jahren, als über 300.000 Menschen starben.

Schwerste Dürre am Horn von Afrika seit 60 Jahren

Klimawandel Nach Angaben des „Office for the Coordination of Humanitarian Affairs“ (OCHA) der Vereinten Nationen leiden am Horn von Afrika mehr als 10 Millionen Menschen unter einer der schwersten Dürren seit mehr als 60 Jahren. Folgende Karte des OCHA gibt eine Übersicht der betroffenen Länder: „Karte Horn von Afrika“.

Am schwersten betroffen von der Dürre ist Somalia, wo knapp 300.000 Menschen in die Hauptstadt Mogadischu flüchteten. Dort werden sie in Lagern mit Nahrungsmitteln und Wasser versorgt. Nach Angaben lokaler Mitarbeiter der „Welthungerhilfe“ in Mogadischu sind „30 Prozent aller Kinder in Somalia unterernährt und benötigen spezielle Aufbaunahrung“. Krankheiten wie Masern, Durchfall und Lungenentzündung bedrohen die Kinder.

Aufgrund der Krise fliehen immer mehr Menschen, darunter viele Kinder, in die Nachbarländer wie vor allem Kenia. Doch dort ist die Situation auch nicht viel besser. Überfüllte Flüchtlingslager, hohes Risiko für Infektionskrankheiten, leere Wassertanks in den Dürregebieten nach Ausfall der Regenzeit im Frühjahr. Die kenianische Regierung hat aufgrund alldessen den Notstand ausgerufen.

Die Gründe für die Dürre sind vielfältig:
• Abhängig von Landwirtschaft und Viehzucht.
• Anhaltende Trockenheit zerstört die Ernten in vielen Regionen.
• Fehlende Wasser- und Futterquellen schwächen das Vieh. Diese geben dann weder ausreichend Milch und Fleisch ab, noch sind sie zum Verkauf geeignet.
• Das regelmäßig auftretende Wetterphänomen La Niña und die steigenden Temperaturen durch den Klimawandel führen zur Trockenheit.
• Der anhaltende kriegerische Konflikt in Somalia, wodurch die Menschen ihre Felder nicht bestellen und ernten können.
• Keine Zentral organisierten Schutz- und Hilfsmaßnahmen.
• Die Sicherheitslage erschwert die Arbeit von Hilfsorganisationen.
• Keine Investitionen durch die Regierung in ländliche Entwicklung, um die Armut zu reduzieren.
• Das Fehlen von Infrastruktur und Versorgungssystemen.
• Steigende Nahrungsmittelpreise auf dem Markt durch Spekulationen auf dem Weltmarkt und Ernteausfälle.

Was muss schnellstens getan werden:
• Finanzielle Zusagen der internationalen Hilfe.
• Die Welthungerhilfe will demnächst nach eigenen Angaben an zentralen Stellen Wassertanks durch Tanklastwagen auffüllen.
• Verteilung von Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Spezialnahrung für Kinder.

Die Menschen in der Region brauchen neben der schnellen Hilfe aber auch langfristige Unterstützung:
• Umsetzung von Entwicklungskonzepten, die den Armen zunutze kommt.
• Frieden in Somalia.
• Eine zuverlässige Unterstützung in den Bereichen Landwirtschaft und sozialer Absicherung.
• Eine Eingrenzung der Nahrungsmittelspekulation.
• Begrenzung des Klimawandels.
• Ausbau der Trinkwasserversorgung
• Investitionen in Bewässerungsanlagen für die Landwirtschaft.
• Angepasste Anbaumethoden und Projekte zum Ressourcenschutz aufgrund der durch den Klimawandel bedingten geringeren oder unregelmäßigeren Regenfälle.

Heute findet ein Krisentreffen der Vereinten Nationen zur Hungersnot am Horn von Afrika statt. Es ist zu wünschen, dass sich die internationale Gemeinschaft Ihrer Verantwortung bewusst wird.

Wer sich näher über die Krise informieren möchte, kann in folgender Dokumentation weiterlesen: „OCHA Bericht Horn von Afrika“.