Mit dem Solartaxi um die Welt

Stellt euch vor, um die Welt zu fahren. Stellt euch weiter vor, dabei viele Länder und Menschen kennen zu lernen. Das sind 53.000 Kilometer pures Abenteuer. Und jetzt stellt euch vor, dass dies alles ohne Benzin und CO2-frei geht. Eine tolle Vorstellung.

Dem Schweizer Louis Palmer ist dies auf einer 18-monatigen Reise gelungen. Zwischenziel war 2007 auf der Klimakonferenz in Bali vorzufahren und den UNO-Generalsekretär mit dem Solartaxi ins Büro zu fahren. Hauptziel aber war es, den Menschen Denkanstöße zu geben. Denn die Technik ist vorhanden, was fehlt „ist eine Änderung in den Köpfen der Menschen“, so Palmer. Ein Umdenken in eine CO2-freie Fortbewegung.

An seinem 500 Kilogramm schweren Taxi wurde ein Anhänger angebracht und eine 6m² große Solarzelle angebracht. Diese produzierte Strom, der für eine Strecke von etwa 100 Kilometern pro Tag reichte. Damit Palmer auch fahren konnte, wenn die Sonne mal nicht scheint, wurde eine wartungsfreie Hochenergiebatterie aus Kochsalz, Keramik und Nickel eingebaut.

Leider, so Palmer, sprechen wir heute noch weniger über Klimaschutz als damals, da zwar viele etwas dagegen tun würden, aber nicht wissen wie. Sein nächstes Projekt wird es sein, bezahlbare Solarautos für jedermann auf die Straße zu bringen.

Bis dahin sind seine Abenteuer und sein Erlebtes auf seiner Reise um die Welt auf der Dokumentarfilm-DVD „Solartaxi“ zu sehen. Ein kurzer Vorgeschmack auf die DVD, die ab dem 1.3.2012 im Handel zu erhalten ist, zeigt folgender Trailer.

Sanierung von Denkmalschutzgebäuden

Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude besitzt, wird irgendwann vor der Aufgabe stehen, es zu sanieren, um den Erhalt des Gebäudes zu wahren. Jedoch muss man dabei mit Bedacht vorgehen, um den Charakter des Baudenkmals zu erhalten. In der heutigen Zeit muss man allerdings gleichzeitig auch an die Energieeffizienz bei der Sanierung denken. Und dabei können bei unsachgemäßer Sanierung erhebliche Probleme entstehen. So müssen beispielsweise Wärmedämmplatten bei einer geschützten Schmuckfassade innen angebracht werden.

Auf der anderen Seite müssen sich Baudenkmale und der Einbau neuer Fenster oder die Anbringung einer Solaranlage auf dem Dach nicht gleich ausschließen. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin (Aktenzeichen VG 16 K 26.10) so der Wiesbadener Kurier dürfen „Gründe des Denkmalschutzes einer Genehmigung nicht grundsätzlich entgegenstehen“. Wichtig dabei ist die „Ausgestaltung von Dach und Solaranlage sowie deren Einsehbarkeit“ zu beachten.

Auf jeden Fall sollte immer vor Beginn der Arbeiten die Denkmalbehörde eingeschaltet werden. Denn diese entscheidet über die Genehmigung. Diese berät nicht nur, sondern bietet gleichzeitig auch finanzielle Unterstützung so der Wiesbadener Kurier.

Weltweit größte Solarfachmesse

Photovoltaik - die Natur als Vorbild Zwischen dem 8. und 10. Juni findet in München die interSolar Europe statt. An drei Tagen stellen die weltweit wichtigsten Hersteller, Zulieferer, Handels- und Dienstleistungsunternehmen ihre neuesten Entwicklungen und technischen Innovationen vor. Wer online Karten bestellt, spart sowohl für Dauer- als auch Tageskarten 10 Euro. Weitere Informationen unter “Intersolar Europe”.

Solarzellen ohne Verschleiß

Blatt und Solarzellen Solarzellen altern und verlieren aufgrund der zerstörerischen Wirkung der Sonne jedes Jahr an Wirkungsgrad und erzeugen so mit weniger Strom – nach 20 Jahren etwa nur noch 80 Prozent der ursprünglichen Leistung. Forscher vom „Massachusetts Institute of Technology“ in Cambridge haben Molekühle entwickelt, die Sonnenlicht speichern und sich selbst erneuern können. Sie hoffen, dieses Prinzip an Solarzellen anwenden zu können.

Dabei haben sie sich an einem bereits in der Natur vorkommenden Prinzip orientiert. Pflanzenmoleküle nutzen das eingefangene Licht für die Photosynthese, bauen sich selbst ab und dann wieder zusammen. Dem Forscherteam ist es gelungen, dieses Prinzip im Labor zu imitieren und Moleküle herzustellen, die Sonnenlicht in Strom umwandeln und sich immer wieder aufs Neue regenerieren. Nach Angaben von Spiegel-Online ist dieses Prinzip bei der Umwandlung von Sonnenlicht in Strom etwa doppelt so effektiv wie die besten heute existierenden Solarzellen.

Es ist zu wünschen, dass diese Technologie bald für die Entwicklung effektiver Solarzellen ohne Verschleiß genutzt werden kann.

Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift „Nature Chemistry“ im Artikel „Photoelectrochemical complexes for solar energy conversion that chemically and autonomously regenerate“ unter folgendem Link nachzulesen:
Automatisch regenerierende Moleküle

Geförderte PV-Freiflächenanlagen nach EEG

Seit dem 1.7. diesen Jahres ist zwar die Förderung von Photovoltaik-Anlagen auf Ackerflächen durch die Novelle des Erneurbaren-Energien-Gesetzes (EEG) gestrichen, doch sind auch neue Flächen hinzugekommen. Welche Freiflächen werden jetzt gefördert? Dr. Peter Neusüß, Rechtsanwalt aus Berlin, hat diese Möglichkeiten in einem Artikel in der Zeitschrift Energiespektrum (08/2010) zusammengetragen:

• auf Konversionsflächen mit einer wirtschaftlichen und militärischen Vornutzung
• auf Konversionsflächen mit einer städtebaulichen und verkehrlichen Vornutzung
• auf planfestgestellte Flächen, beispielsweise Flächen stillgelegter Deponien
• in bereits vor dem 1.1.2010 festgesetzte Gewerbe- und Industriegebiete, beispielsweise geplante aber nicht genutzte Gewerbegebiete
• entlang von Autobahnen und Schienenwegen.