NO to seismic blasting in New Zealand

Whale
An urgent call:

According to Greenpeace New Zealand the biggest seismic blasting vessel in the world has entered New Zealand waters. It came for no other reason than to search for oil.

Not only to talk about climate change issues due to oil usage but it’s also harmful to whales, dolphins and other marine life. The ship fires massive seismic blasts creating shockwaves that penetrate the ocean and the seafloor every ten seconds, 24 hours a day, seven days a week, for weeks and months on end.

Whales and dolphins depend on their hearing to survive, whether it’s for locating prey or predators, or communicating with mates. Without any hearing they cannot survive.

This all is going on in an area stretching between Napier and Kaikoura – an area with pristine waters which is inhabited by thousands of whales and dolphins.

Please sign at Stop seismic blasting

Ein Jahr nach der Explosion der BP-Bohrinsel im Golf von Mexiko

Vor etwa einem Jahr explodierte die Deepwater Horizon. Bis Juli flossen 780 Millionen Liter Rohöl in den Golf. Bis zu 1000 Kilometer Küste wurden verseucht und Hunderttausende Fische, Pelikane und Schildkröten starben. Wie sieht die Situation ein Jahr danach aus und kann man bei den Menschen langsam wieder von einem normalen Leben sprechen?

Über 48.000 Helfer mit über 10.000 Schiffen waren vor einem Jahr im Einsatz; jetzt sind es gerade mal 2.500 Helfer und etwa 180 Boote. Auch zogen die Medien gleich nach der Versiegelung der Quelle wieder ab.

Tourismus, Öl und Fischfang ist Haupteinnahmequellen Nummer eins in der Region. Kurz nach der Katastrophe ging die Tourismus- und die Fischereiindustrie in die Knie. Strände und Fangzonen wurden gesperrt. Die Barrieren sind zwar jetzt nicht mehr vorhanden, doch ob die Urlaubssaison Ende Mai wieder durchstarten kann, ist ungewiss. Bis jetzt verirren sich noch keine Gäste in die Region. Mit den Gästen bleiben auch die Sportfischer aus. Charterfirmen sprechen von Einbußen von bis zu 90 Prozent.

BP zahlt zwar die geschätzten Einbußen von etwa zwei Jahren für die ortsansässigen Unternehmen. Aber die Folgen dieser Katastrophe werden noch viel länger zu spüren sein. Bisher gab es noch keine Ölkatastrophe bei der nach zwei Jahren alles wieder in Ordnung war.

Anscheinend hat man nichts gelernt. BP beantragte im Golf zehn weitere Tiefseebohrungen. Eine erste Tiefseebohrung ist bereits genehmigt worden. Trotz verschärfter Sicherheitsauflagen ist dies unserer Meinung nach unverantwortlich.

Expertengremium: Vermeidbare Ölpest von Mexiko

Ein unabhängiges Expertengremium untersuchte die Katastrophe am Golf von Mexiko letzten Jahres und kam zum Ergebnis, dass sie vermeidbar gewesen wäre. Die Explosion sei demnach eine Folge von Zeit- und Kostendruck der beteiligten Unternehmen BP, Transocean und Halliburton gewesen. Warnsignale wurden ignoriert, das Management hat versagt und die Aufsicht war zu zaghaft. Da die Fehler im System lägen, schlagen die Experten Reformen vor, damit diese nicht noch mal passieren. Der gesamte Bericht wird demnächst erscheinen.

Ölpest: Keine Entwarnung am Golf von Mexiko

Nach offiziellen Angaben sind fast 780 Millionen Tonnen Öl ins Meer am Golf von Mexiko geflossenen. Bisher verendeten dadurch etwa 5.000 Vögel im Naturschutzgebiet Mississippi-Delta. Es ist aber still geworden um die Nachrichtenerstattung der Ölkatastrophe. Der Grund ist die von BP eingesetzte Chemikalie Corexit, eine in Großbritannien längst verbotene giftige Chemikalie, deren Folgen noch nicht erforscht sind. Nach Angaben von Greenpeace sind bis zu 6,8 Millionen Liter ausgebracht worden. Mögliche Folgen sollen hier einmal kurz dargestellt werden.

Durch Corexit wird das Öl in kleine Tröpfchen zersetzt und es ist nicht mehr als großer Teppich wahrnehmbar. Die leichten Komponenten des Öls sind zwar verdunstet, doch treibt der größte Teil laut Greenpeace Ölexperte Jörg Feddern weiter unterhalb der Meeresoberfläche. Und noch schlimmer: Bodenproben der Universität Georgia ergaben, dass zentimeterdicke Ölschichten den Meeresboden und damit den dort befindlichen Lebensraum bedecken.

Corexit selber wird von BP als harmlos deklariert. Jedoch ist UN-Berater und Meeresforscher Professor Rick Steiner der Meinung, dass Corexit Fischen und Korallen „massiv schadet“. Für weitere Untersuchungen war jetzt die letzten Monate das Forschungsschiff MS Arctic Sunrise im Golf unterwegs – mit an Bord ein unabhängiges Forscherteam.

Untersucht wurden vor allem Schwämme. Diese sind so genannte Bio-Indikatoren, da jeder einzelne Schwamm täglich mehrere hundert Liter Wasser filtern kann. Somit sind sie bestens geeignet, um den Zustand des Meeres und seiner Bewohner anzuzeigen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Untersuchung der Auswirkung des Öls und des Corexit auf das Plankton und somit auf die gesamte Nahrungskette bis hin zu den Pottwalen.

Ein vollständiger Bericht liegt leider noch nicht vor. Erste Ergebnisse zeigen aber, dass sich auch in über 100 Kilometer Entfernung zum Bohrloch im Plankton Rückstände von Öl befinden. Sobald weitere Ergebnisse eintreffen werden wir berichten.

Lichtblick am Golf von Mexiko – unbekannte Bakterienart frisst Ölwolke auf

Wie von Spiegel-Online berichtet, fanden Wissenschaftler vom Lawrence Berkeley National Laboratory heraus, dass die durch den Ölunfall der „Deepwater Horizon“ ins Meer geströmte Ölwolke in einer Tiefe von etwa 1,1 Kilometern verhältnismäßig schnell abgebaut wird und gar nicht erst an die Oberfläche kommt. Grund dafür, so die Experten, ist eine völlig unbekannte Bakterienart, die in einer kalten und tiefen Wassertiefe anzutreffen ist.

Im Gegensatz zu anderen Mikroorganismen, kommt diese Art mit weitaus weniger Sauerstoff aus. So können sie sich massenhaft vermehren, ohne an Sauerstoffmangel zu leiden. Der „Appetit“ auf Öl könnte laut dem Labor daher kommen, dass in dieser Region gehäuft natürliche Ölaustritte vorkommen und sie sich darauf angepasst haben.

Es ist also zu hoffen, dass die recht optimistische Einschätzung der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA Recht behält, und bereits drei Viertel allen ausgetretenen Öls verschwunden ist.