Schluss mit den Spekulationen auf Nahrungsmittel

Gemüse Preisschwankungen bei Nahrungsmittel sind normal. Preisspekulationen auf Nahrungsmittel können diese jedoch verstärken. Im Dezember 2010 kletterten die Preise für Grundnahrungsmittel auf ein Allzeithoch. In ärmeren Ländern können Menschen kein Essen mehr bezahlen, weil die Preise für Kakao oder Weizen explodieren. Solche Geschäfte müssen beendet werden.

Auf der kürzlich zu Ende gegangenen Agrarmesse „Die grüne Woche“ in Berlin schlug Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner daher folgende Vorschläge vor:

• Eindämmung von Spekulationen auf Nahrungsmittel.
• Limitierung von Preisen und Mengen.
• Erhöhte Transparenz.

Den Worten müssen jetzt auch etwa bei den EU-Finanzmarktreformen und bei den G20-Verhandlungen Taten folgen. Denn um Hunger und Not für Viele der bis 2050 auf diesem Planeten lebenden neun Milliarden Menschen zu mindern, müsse laut Aigner die landwirtschaftliche Produktion um rund 70 Prozent gesteigert werden.

In zehn Jahren zu wenig Lebensmittel für die Menschheit

Landwirtschaft Trotz leichter Erntezunahmen wird der Bedarf an Lebensmitteln der 2020 etwa 7,8 Milliarden Menschen nicht mehr gedeckt werden können. So das Ergebnis eines Berichtes der Welt-Ökologie-Stiftung (Fundación Ecólogica Universal), die sich unter anderem auf Daten des Weltklimarates IPCC beziehen.

Bereits heute liegt die globale Durchschnittstemperatur etwa 0,8 Grad über der vorindustriellen Zeit; wenn die Menschheit so weiter macht wie bisher, wird sie im Jahre 2020 bei etwa 2,4 Grad darüber liegen. Wir berichteten im Artikel „Was steckt hinter dem 2-Grad-Ziel?“, dass die Temperaturerhöhung bei etwa 2 Grad begrenzt werden muss, um unkontrollierbare Folgen für die Menschheit zu vermeiden.

Eine Klimaerwärmung habe nicht nur steigende Temperaturen zur Folge, sondern auch verringerte Regenfälle. Dies bewirke, dass in 2020 14 Prozent des Weizenbedarfs, 11 Prozent des Reisbedarfs und neun Prozent des Maisbedarfs nicht mehr gedeckt werden können. Dies ist ein weiterer alarmierender Beweis, endlich zu handeln und weniger CO2 in die Atmosphäre einzutragen.