Unfälle wegen geräuschlosen E-Autos?

Erhöhtes Gefahrenpotential im Straßenverkehr für Fußgänger und Fahrradfahrer durch leise Autos? Mit dem Wegfall des Geräuschs von Verbrennungsmotoren kommt ein neues Problem in Sachen Verkehrssicherheit auf: wie werden Passanten auf die Elektrofahrzeuge aufmerksam gemacht? Eine „Fußgängerhupe“ wird es hier wohl nicht geben. Damit es zu keinen Unfällen kommen wird, sehen Gesetzgeber für die Hersteller aber wahrscheinlich Vorschriften von dauerhaften „Ersatzklängen“ vor, wie es im Wiesbadener Kurier vom 18. Januar heißt.

Techniker von Elektroautohersteller sehen zwar weiter die Verantwortung beim Autofahrer, auf Passanten acht zu geben; man arbeitet aber bereits an Systemen, die einen Klang für Elektroautos produzieren. Trotz allem darf man nicht vergessen, dass mit dem Wegfall der Lärmbelästigung auch ein Stück Lebensqualität in die Städte zurückkommen würde. Eine Qualität, die den Sinnesorganen von Städtern leider abhanden gekommen ist.

Elektroauto gegen Brennstoffzellenauto

E-Auto vs Brennstoffzellenauto Mercedes steckt seine Forschung sowohl verstärkt in Elektroautos, als auch in Brennstoffzellenautos. Ob sich beide Techniken miteinander direkt vergleichen lassen, sei einmal dahingestellt. Aber wir wagen trotzdem einen kleinen Vergleich.

Auf der einen Seite haben wir die auf der A-Klasse basierende A-Klasse E-Cell. Im Zwischenboden kann viel Batterie untergebracht werden, so dass kein Platz im Innenraum geopfert werden muss. Mit einer vollen Batterieladung kommt man laut Wiesbadener Kurier etwa 255 Kilometer weit. Für die Ladezeit muss man an einer Haushaltssteckdose etwa acht Stunden einplanen; an einer öffentlichen Ladestation etwa drei Stunden. Da das Auto im Allgemeinen die meiste Zeit – etwa auf der Arbeit – steht, kann hier die Ladezeit gut untergebracht werden. Für eine Marktreife ist trotzdem noch viel zu tun: eine ausgereifte Infrastruktur mit Schnellladestationen; Batterien müssen günstiger und energiedichter werden. Aber das Ende der Forschung ist bei einem 150 Kilogramm Lithium-Ionen-Akku und 100 Kilometer Reichweite noch nicht erreicht – die Werte waren vor Jahren noch zwei- bis dreimal so schlecht.

Das Brennstoffzellenkonzept wird in einer B-Klasse umgesetzt. Kurz erläutert erzeugt hierbei Wasserstoff im Fahrzeug bei einer chemischen Reaktion elektrische Energie. Bei diesem Konzept sehen die Daten im Vergleich zum Elektroauto laut Wiesbadener Kurier etwas besser aus: 385 Kilometer Reichweite, das Tanken mit Wasserstoff dauert nur Minuten und Wasserstoff ist zu Genüge vorhanden, da er beispielsweise von industriellen Betrieben nutzlos abgefackelt wird.

Welches Konzept sich durchsetzen wird, vermag nur ein Blick in die Glaskugel. Es ist jedoch zu hoffen, dass die Forschung nicht wieder in den Schubladen verschwindet wie schon einmal vor Jahren.

35 Prozent mehr Reichweite für Elektroautos

Elektroautos bald konkurrenzfähig? Noch stellen Elektroautos keine Konkurrenz zu konventionellen Fahrzeugen dar, was hauptsächlich an den hohen Kosten der Batterie liegt. Damit sich diese rechnen, müssen diese möglichst viel Energie aufnehmen. Ein Halbleiterkonzern forscht zurzeit daran, Lithium-Ionen-Batterien effizienter zu gestalten. Erste Praxistests bescheinigen bereits heute wie in folgendem Video dargestellt eine Erhöhung der Reichweite um 10 Prozent.

Ziel des Projektes „E3K“ ist eine Erhöhung der Reichweite um 35 Prozent, was den Elektroautos verhelfen würde, schneller konkurrenzfähig auf dem Markt zu sein.

Wie erhöht nun der Konzern die Energieaufnahme der Batterien? Eine Batterie besteht aus mehreren Zellen mit unterschiedlichen Leistungen. Sobald die Zelle mit der kleinsten Kapazität voll ist, werden die anderen Zellen bei normalen Batterien nicht mehr weiter geladen. Im Groben wird beim neuen Konzept der Stromfluss auf die kleine Zelle durch ein erzeugtes magnetisches Feld gestoppt, während die anderen Zellen dagegen weiter aufgeladen werden können. Es ist nur begrüßenswert, dass Elektroautos endlich konkurrenzfähig werden. Jedoch gehören dazu noch weitere Aspekte als die Reichweite.

Reichweite von Elektroautos wird durch Kälte reduziert

„Autor, Motor und Sport“ hat in der Ausgabe 01/2011 den Einfluss von Kälte bei Elektroautos getestet. Getestet wurde jeweils mit einer vollen Batterieladung bei minus sieben Grad und bei plus 23 Grad. Ergebnis war, dass klirrende Kälte die Reichweite teilweise halbierte. Die getesteten Fahrzeuge und deren Ergebnisse im Einzelnen waren:

• Smart Fortwo: Reduzierung um 47 Prozent von 159 auf 84 Kilometer.
• Mitsubishi i-Miev: Reduzierung um 43 Prozent von 113 auf 64 Kilometer.
• Karabag 500: Reduzierung um 20 Prozent von 132 auf 105 Kilometer.

Beim Karabag 500 schonte allerdings eine benzinbetriebene Heizung die Batterie. Im Allgemeinen werden die Reichweiten im Winter vor allem dadurch reduziert, dass eingeschaltete Zusatzverbraucher wie Licht oder Heizung eingeschaltet werden können.

Elektromobilität – wann können wir damit rechnen?

Elektromobilität bald da? In den Strategien aller Autohersteller gewinnt die Elektromobilität an großer Bedeutung. Einige haben bereits die ersten Modelle auf den Markt gebracht – allerdings zu unbezahlbaren Preisen. Noch ist die Branche nicht so weit. Aber wann kann sich Otto-Normal-Verbraucher ein neues Elektroauto leisten?

Aufgrund der steigenden Rohölpreise und der Klimaerwärmung ist ein sofortiger Umstieg auf Elektromobilität auf Basis erneuerbarer Energien zwar wünschenswert. Damit sind aber auch Milliarden an Investitionen aufzubringen. Die Automobilbranche geht von mindestens noch zehn Jahren aus. Im Artikel „Elektroautos als Speicher von Erneuerbaren Energien“ sind einige Fragen aufgelistet, welche Probleme die Branche aktuell noch zu lösen hat. Und da ist die Reichweite der Batterien nur eines von vielen. Wir meinen deswegen, dass es wahrscheinlich noch länger dauern wird, bis sich ausreichend Elektroautos auf den Straßen befinden.