Laos: zu schnelle Entwicklung auf Kosten der Armen?

Laos ist eines der ärmsten Länder der Welt. Bis zum Jahr 2020 will es diesen Status verlieren. Dafür öffnet sich das Land den internationalen Märkten. Aber ist dies vielleicht zu schnell? Wer wird im Endeffekt darunter leiden?

Zur Zeit wird der Grund und Boden per GPS vermessen und in einem Kataster festgehalten. 80 Prozent der Wirtschaft basiert auf Landwirtschaft. Doch auch wenn die laotischen Bauern das Ihnen zu gewiesene Land nutzen können, um Reis oder Gemüse anzubauen, gehört es immer noch der kommunistischen Regierung.

Auch Deutschland beteiligte sich an der Landvermessung und fand laut Wiesbadener Kurier heraus, dass etwa 20 Prozent der Landesfläche zumeist an ausländische Investoren vergeben wurden, vor allem an die reichen Nachbarn wie China, Thailand oder Vietnam. Die haben nicht nur am Land Interesse, sondern auch an den anderen Rohstoffen wie Bodenschätze und Energie.

Durch die Vergabe des Landes an ausländische Investoren kommen immer mehr besser ausgebildete Fachleute aus diesen Ländern nach Laos, womit die laotischen Bauern leer ausgehen. Trotz Limitierung der ausländischen Arbeitskräfte auf maximal zehn Prozent ist das Problem nicht behoben, denn die Führungspositionen werden genau durch diese besetzt.

Wenn das Land nicht dem Rohstoffhunger der Nachbarländer zum Opfer fallen soll, muss unserer Meinung genau hier angesetzt werden: in die Ausbildung der laotischen Bevölkerung zu Facharbeitern.

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