Sanierung von Denkmalschutzgebäuden

Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude besitzt, wird irgendwann vor der Aufgabe stehen, es zu sanieren, um den Erhalt des Gebäudes zu wahren. Jedoch muss man dabei mit Bedacht vorgehen, um den Charakter des Baudenkmals zu erhalten. In der heutigen Zeit muss man allerdings gleichzeitig auch an die Energieeffizienz bei der Sanierung denken. Und dabei können bei unsachgemäßer Sanierung erhebliche Probleme entstehen. So müssen beispielsweise Wärmedämmplatten bei einer geschützten Schmuckfassade innen angebracht werden.

Auf der anderen Seite müssen sich Baudenkmale und der Einbau neuer Fenster oder die Anbringung einer Solaranlage auf dem Dach nicht gleich ausschließen. Nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin (Aktenzeichen VG 16 K 26.10) so der Wiesbadener Kurier dürfen „Gründe des Denkmalschutzes einer Genehmigung nicht grundsätzlich entgegenstehen“. Wichtig dabei ist die „Ausgestaltung von Dach und Solaranlage sowie deren Einsehbarkeit“ zu beachten.

Auf jeden Fall sollte immer vor Beginn der Arbeiten die Denkmalbehörde eingeschaltet werden. Denn diese entscheidet über die Genehmigung. Diese berät nicht nur, sondern bietet gleichzeitig auch finanzielle Unterstützung so der Wiesbadener Kurier.

Die Ausbeutung der Arktis hat begonnen

Eisschmelze in der Arktis Das Forschungsschiff von Greenpeace „Arctic Sunrise“ kehrt von seiner Fahrt aus der Arktis zurück und hat leider nichts Positives zu vermelden. Unabhängige Forscher bestätigen, dass das Meereis des arktischen Ozeans im letzten Sommer fast genauso stark zurück ging wie bei der bisher größten Eis-Schmelze 2007.

Die blauen Wasserflächen des geschmolzenen Meereises reflektieren die Sonnenstrahlen nicht mehr wie bisher das Eis, sondern nehmen es auf. Das Polarmeer erwärmt sich dadurch weiter und lässt das Eis noch schneller schmelzen. Zugleich wird das Eis auch immer dünner, da die Neubildung im Winter nicht im gleichen Umfang stattfindet wie die Schmelze im Sommer.

Der Wettlauf der Konzerne um die besten Plätze für die unter dem Eis vermuteten Öl- und Gasreserven hat längst begonnen. Die Anrainerstaaten bauen laut Greenpeaceangaben ihre militärische Präsenz weiter aus. Erste Probebohrungen fanden bereits statt. Eine Bohrung einer schottischen Firma konnte abgebrochen werden, da ein Notfallplan für eine Kollision der Bohrinsel mit einem treibendem Eisberg fehlte. Weitere Unternehmen werden aber folgen.

Auch Deutschland beteiligt sich an der Suche nach weiteren fossilen Brennstofflagerstätten. Neulich erst begab sich, wie in der ZDF Sendung „Planet-E“ berichtet, die „Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe“ auf eine Expedition auf die neusibirischen Inseln. Den Deutschen ist bewusst, dass der Abbau an der Arktis nicht ohne Folgen für das sensible Ökosystem geschehen wird. Ihre Hoffnung ist, „dass der Abbau mit deutscher Beteiligung möglichst umweltschonend geschehe“.

Ich erinnere mich, wie wir damals als Kinder mit selbst gebastelten Plakaten und ausgeschnittenen Fotos aus Zeitschriften mit Begeisterung für einen „Nationalpark Antarctica“ und gegen dessen Raubbau Unterschriften gesammelt haben. Mehr als 20 Jahre danach ist dieses Thema leider immer noch brisanter als je zuvor. Viele sagen jetzt bestimmt, Antarktis ist nicht Arktis. Es ist jedoch auch hier anzumahnen, dass das Verbrennen von zusätzlich in der Arktis geförderten fossilen Brennstoffen das Eis der Arktis noch schneller schmelzen lässt und die Folgen des Klimawandels uns noch härter treffen werden.

Ausblick 2012

Frohes neues Jahr 2011 2011 war so ein ereignisreiches Jahr, dass wir fast gar nicht mit Schreiben hinterher gekommen sind. Angefangen mit dem arabischen Frühling als tausende mutiger Menschen auf die Straßen gegangen sind und damit Tyrannen gestürzt haben, so etwa in Tunesien und Ägypten. Leider hat es den Anschein, dass die erhoffte Freiheit in Ägypten wieder ins Gegenteil übergeht. Und die Ereignisse in Libyen und Syrien sind leider vor allem blutig in Erinnerung beziehungsweise dauern noch an. Schwer einzuschätzen ist die Militäraktion gegen Osama Bin Laden und welche Folgen das für den internationalen Terrorismus hat.

Wütend und ohnmächtig zugleich haben uns diesmal mehrere Ereignisse. Das Erdbeben und der Tsunami in Japan, der ganze Regionen überschwemmt hat. Die Folgen im Atomkraftwerk Fukushima werden auch in diesem Jahr nicht behoben worden sein. Die Hungerkrise am Horn von Afrika bedroht fast 12 Millionen Menschen. Der Attentäter, dessen Name nicht wichtig ist, hat auf der norwegischen Insel Utoeya ein Blutbad angerichtet und 84 Menschen in den Tod gerissen. Zuvor wurden vier Menschen in Oslo Opfer durch sein Bombenattentat.

Positive Erfolge möchte ich über die Initiative „act2gether in South Africa“ berichten, die weiterhin die Arbeit der Organisation „LCW“ für Kinder in den Townships von Kapstadt und auch in diesem Jahr wieder Weihnachtsfeiern für tausende von Kindern unterstützt hat. Leider muss die Gründung eines Vereins, der sich kontinuierlich um die Belange von Kindern in Not kümmern wird, verschoben werden.

Leider hat es die Menschheit auch in 2011 nicht geschafft, ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls verbindlich festzusetzen. Und wenn man ehrlich ist, wird dies in einem Jahr auch wieder Teil der Nachrichten sein. Es wird wohl auch in naher Zukunft weiter an den vielen kleinen Organisationen und Initiativen liegen, jeweils einen kleinen, aber umso wichtigeren Beitrag zu leisten. Und ich bin auch weiterhin davon überzeugt, dass jeder mithelfen kann, dass wir unseren Kindern eine sichere Welt hinterlassen können. Manchmal bedarf es nur eines Einzigen, der den ersten Schritt macht.

Mein Dank gilt auch in diesem Jahr dem Team und der treuen Leserschaft. Seit nunmehr Sommer 2010 schreiben wir zu Themen des Umweltschutzes und der Entwicklungszusammenarbeit. Auch in diesem Jahr werden wir versuchen, den ein oder anderen zum Nachdenken und zum Handeln zu bewegen. Ich wünsche allen einen positiven und erfolgreichen Start ins neue Jahr.

Euer René