Nach dem Sturz von Gaddafi

Gaddafis Terrorregime hat ein Ende gefunden. Doch es muss mehr passieren, damit aus Libyen ein demokratischer Staat wird. Und die nächste Frage ist gleichzeitig die Schwierigste: ist dies überhaupt möglich?

Es scheint auch nur noch eine Frage der Zeit bis er selbst gefunden und sich seinen Taten verantworten wird. Aussagen des Übergangsrates, Gaddafi lebend gefangen nehmen zu wollen und ihn vor ein ordentliches Gericht stellen zu wollen, scheinen ein erster Schritt zu einem Staat mit demokratischen Wertvorstellungen zu sein. Seine Söldnerschar ist nicht mit dem System der Al-Quaida vergleichbar. Es wird sehr wahrscheinlich keinen Untergrundkrieg wie etwa in Afghanistan geben. Damit aber kein Bürgerkrieg unter den verschiedenartigsten Gruppierungen und Stämmen entfacht, sind mehrere Punkte umzusetzen.

Libyen war bisher Gaddafi. Es gab keine Volksvertreter, keine Parteien. Das alles wurde durch eine Person vereinigt: Gaddafi. 42 Jahre lange Tyrannei durch einen Despoten. Zwei Generationen kennen also gar nicht die Bedeutung von demokratischen Strukturen. Es muss alles von Grund auf neu aufgestellt werden. Aber auch im Übergangsrat der Aufständischen sind bisher nur wenige Stämme vertreten. Auf den Weg hin zu einem Parlament und später den ersten demokratischen Wahlen müssen mindestens alle Größeren der Stämme vertreten sein.

Libyen ist ein reiches Land. Der Reichtum wurde aber bisher nur auf wenige Gefolgsleute Gaddafis aufgeteilt. Auf dem Weg zu einem modernen Staat muss dieser Reichtum Allen zugute kommen. Auch sollten sich gerade die Länder, die sich in den letzten Jahren vor dem arabischen Frühling die Klinke in die Hand gaben, um sich an Gaddafis angeblicher neuen Weltoffenheit zu bereichern, beim wirtschaftlichen und demokratischen Aufbau des Landes beteiligen und es nicht bloß bei Lippenbekenntnissen belassen. Libyen in einen modernen Staat zu überführen scheint eine Herkulesaufgabe zu sein – jedoch eine Machbare.

Was ist beim eigenen Windrad zu beachten?

Im Artikel „Marktchance Kleinwindenergieanlagen“ berichteten wir über die strukturellen Gegebenheiten für Mini-Windräder in Deutschland. Was muss man aber genau beachten, wenn man sich dafür entscheidet, den Strom selbst herzustellen und welche Probleme stehen dem entgegen?

Wer sich dafür entscheidet, seinen Strom mit einer eigenen Anlage zu erzeugen, sollte auf jeden Fall den Standort so wählen, dass der Wind die Anlage ständig erreicht. Bedeutet laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen konkret, dass die Anlage alle benachbarten Hindernisse überragen muss. Zudem sollte man einen Standort wählen, an dem der Wind besonders kräftig bläst. Die durchschnittlichen Windstärken kann man über die Wetterkarten des Deutschen Wetterdienstes frei zugänglich erhalten.

Mini-Windräder erzeugen laut „Bund der Energieverbraucher“ bei 3 m/s etwa 50 Kilowattstunden und bei 4 m/s etwa 140 Kilowattstunden. Wer abschätzen möchte, wieviel Ertrag er mit seiner Anlage erwirtschaften könnte, kann dies mit einem vom Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik in Kassel entwickelten Programm „Windmonitor“ tun.

Laut „Bundesverband der Kleinwindanlagen“ kosten kleine Anlagen zwischen 3.000 € und 5.000 € je kW Nennleistung und haben Amortisationszeiten von 15 bis 25 Jahren. Diese Preise würden sich aber laut eigenen Angaben in den nächsten 10 Jahren aufgrund der Massenproduktion reduzieren.

In Deutschland sind Mini-Windräder dennoch kaum verbreitet. Zum einen sind kleine Windräder gegenüber großen Windrädern per Enerneuerbare-Energien-Gesetz schlechter gestellt. Zudem sind Anlagen bis zehn Meter Höhe nur in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen genehmigungsfrei. In Nordrhein-Westfalen muss beispielsweise eine rechnerische Vorhersage der zu erwartenden Schallimmissionen eingereicht werden. Neuere Anlagen haben aber schon Räder ähnlich der U-Boot-Schrauben und drehen sich kaum hörbar.

Zum anderen zeigen Erfahrungen unzufriedener Kunden, dass das Unterfangen sehr ernüchternd sein kann. Weitere Probleme seien hier beispielhaft einmal dargestellt:

• Sehr geringe Stromausbeute von kleinen Windrädern.
• Die Anlagen gehen oft kaputt.
• Keine Winddaten für besiedelte Gebiete.
• Die Aufstellung ist schwierig.
• Die Geräuschentwicklung führt in Siedlungsgebieten oft zu Problemen.
• Oft keine oder geschönte Ertragsprognosen von Anbietern.

Zur Verbesserung der Situation schlagen wir vor, dass kleine Windräder bei der nächsten Novellierung des EEG besser gestellt werden, es eine einheitliche Genehmigungsregelung in Deutschland gibt und es wie im Artikel „Marktchance Kleinwindenergieanlagen“ berichtet, ein Mindeststandard an Qualität, Sicherheit, Lärm und Ertrag eingeführt werden soll.

136

Die Zahl 136 steht für 136 Leben, die heute nicht mehr existieren, die ausgelöscht wurden, weil sie es in einem totalitären Staat nicht mehr ausgehalten haben und in die Freiheit fliehen wollten. 136 Schicksale allein an der Berliner Mauer, ganz zu schweigen von allen anderen Erschossenen an der deutsch-deutschen Grenze.

Letzte Woche jährte sich der Mauerbau zum 50. Mal. Vor 50 Jahren begann die Tragödie, die von heute auf morgen Familien, Liebende, Freunde einfach so auseinander riss. Auch wenn das Leid wohl nur diejenigen nachempfinden können, die diesen Teil der Geschichte Deutschlands hautnah erlebt haben, so können wir eines: nicht vergessen. So etwas darf nie wieder passieren. Und diejenigen, die sich sowohl in Ost und in West die Mauer wieder zurückwünschen, waren entweder nicht dabei oder waren wohl “gleicher als gleich” gestellt, wie man so schön sagte.

Unvorstellbar, dass es auch in der heutigen Zeit immer noch Mauern in Ländern wie Zypern oder Korea gibt, die Menschen seit Jahrzehnten voneinander trennen. Stellt euch eure Liebsten vor, eure Familie, eure engsten Freunde. Und jetzt stellt euch vor, Ihr würdet sie nie wieder sehen dürfen, weil ein paar engstirnige Idioten nicht über Ihre Schatten springen wollen. Auch dort müssen die Mauern eingerissen werden!

Kein Blut für Öl!

Nach Angaben von „avaaz“ werden täglich dutzende von Syrern von Syriens Präsident Assads Schergen erschossen oder gefoltert. Und das nur, weil sie für demokratische Grundrechte demonstrieren.

Regierungen auf der ganzen Welt verurteilen zwar diese Taten. Viel wichtiger jedoch ist es, den Geldfluss zur Finanzierung des Blutbades zu stoppen.

Deutschland, Frankreich und Italien importieren am meisten syrisches Öl. Ein europaweites Ölembargo würde laut „avaaz“ den Geldfluss an Assads Schergen „erheblich einschränken und hätte minimale Auswirkungen auf die syrische Bevölkerung und auf die europäische Wirtschaft“.

Unterzeichnet deshalb bitte die „Petition – Kein Blut für Öl“ an die EU-Staats- und Regierungschefs zur sofortigen Umsetzung eines Ölembargos gegen Syrien.

„Öko-Label“ für Autos

Von Kühlschränken und Waschmaschinen kennen wir es bereits. Die Einteilung in Effizienzklassen von einem grünen A+ für die effizienteste Klasse bis hin zu einem roten G für die geringste Energieeffizienz.

Ab Dezember diesen Jahres wird es auch für die Autos eine solche Kennzeichnung geben. Die Einteilung in die Klassen erfolgt über das Gewicht und den CO2-Ausstoß. Zudem sind der absolute Kraftstoffverbrauch und die Jahressteuer angegeben.

Danach können sich die Käufer über die Klimabilanz und über die langfristigen Betriebskosten des jeweiligen Autos informieren und mit in die Kaufentscheidung einfließen lassen.