Ein Jahr nach der Explosion der BP-Bohrinsel im Golf von Mexiko

Vor etwa einem Jahr explodierte die Deepwater Horizon. Bis Juli flossen 780 Millionen Liter Rohöl in den Golf. Bis zu 1000 Kilometer Küste wurden verseucht und Hunderttausende Fische, Pelikane und Schildkröten starben. Wie sieht die Situation ein Jahr danach aus und kann man bei den Menschen langsam wieder von einem normalen Leben sprechen?

Über 48.000 Helfer mit über 10.000 Schiffen waren vor einem Jahr im Einsatz; jetzt sind es gerade mal 2.500 Helfer und etwa 180 Boote. Auch zogen die Medien gleich nach der Versiegelung der Quelle wieder ab.

Tourismus, Öl und Fischfang ist Haupteinnahmequellen Nummer eins in der Region. Kurz nach der Katastrophe ging die Tourismus- und die Fischereiindustrie in die Knie. Strände und Fangzonen wurden gesperrt. Die Barrieren sind zwar jetzt nicht mehr vorhanden, doch ob die Urlaubssaison Ende Mai wieder durchstarten kann, ist ungewiss. Bis jetzt verirren sich noch keine Gäste in die Region. Mit den Gästen bleiben auch die Sportfischer aus. Charterfirmen sprechen von Einbußen von bis zu 90 Prozent.

BP zahlt zwar die geschätzten Einbußen von etwa zwei Jahren für die ortsansässigen Unternehmen. Aber die Folgen dieser Katastrophe werden noch viel länger zu spüren sein. Bisher gab es noch keine Ölkatastrophe bei der nach zwei Jahren alles wieder in Ordnung war.

Anscheinend hat man nichts gelernt. BP beantragte im Golf zehn weitere Tiefseebohrungen. Eine erste Tiefseebohrung ist bereits genehmigt worden. Trotz verschärfter Sicherheitsauflagen ist dies unserer Meinung nach unverantwortlich.

Unsere Erde

Dieser Film geht uns alle an. In atemberaubend schönen Bildern wird uns die ganze Bandbreite eines Systems, in dem wir nur ein Teil sind, wiedergegeben. Die Drehaufnahmen reichen von bekannten Orten etwa in Australien, Kanada, Norwegen oder den USA bis hin zu eher unbekannten Orten beispielsweise in der Antarktis, Französisch-Polynesien oder Papua-Neuguinea. Über 40 Teams waren zu Lande, zu Wasser und in der Luft unterwegs, um die Schönheit, aber auch die Gefährdung des Planeten Erde in 99 Minuten zusammen zu fassen.

Dieser Film verdeutlicht, was wir verlieren, wenn wir so weiter machen wie bisher. Nützliche Hinweise zu den Themen Klimaschutz und Biodiversität werden dem Zuschauer vermittelt. Deswegen sollte dieser Film in den Klassen aller Schulen zum Lernstoff gehören. So kann er sowohl als Grundlage für Fächer wie Geographie und Biologie dienen, aber auch vor allem als Anstoß zur politischen (Umwelt-)Bildung dienen.

Der komplette Film ist kostenlos zu sehen unter “Unsere Erde”.

Ein kleiner Vorgeschmack bietet der Trailer zum Film:

Beitrag zum Klimaschutz: Mit dem Rad zur Arbeit fahren!

Auch wenn ich jeden Tag mit dem Bus statt mit einem Auto zur Arbeit fahre, so dachte ich mir „es geht noch besser“. Momentan ist das Wetter perfekt mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Und das tue ich jetzt seit ungefähr drei Wochen – außer an regnerischen Tagen gebe ich zu. Als zusätzliche Motivation und um möglichst den Autoverkehr zu meiden habe ich mir eine Route ausgesucht, die durch einen Park verläuft und man weniger ins Schwitzen gerät. Und ich muss sagen, es tut mir gut. Ich komme frischer und motivierter auf der Arbeit an, kann gleich loslegen und freue mich den ganzen Tag schon auf die Rückfahrt abends.

Zudem ist es für diejenigen ein Ausgleich, die es morgens oder abends nicht mehr schaffen, sich im Verein oder im Sportstudio sportlich zu betätigen. Greenpeace Saar hatte vor ein paar Monaten zum “Klimastar” aufgerufen. Damals war es nur ein Vorschlag von mir, den ich jetzt in die Tat umsetze.

Wem seine Gesundheit nicht Motivation genug ist, man spart auch bares Geld und verbraucht weniger CO2. Wer ein Auto hat und ganzjährig auf günstigere Verkehrsmittel umsteigen möchte, kann sich dies auf Rechner wie etwa dem “Fahrspar-Rechner” der Verbraucherzentrale ausrechnen lassen. Im Vergleich zu einem Kleinwagen mit 6 Liter Benzin Durchschnittsverbrauch spare ich mit dem Rad über 1.000 Euro und etwa 350 Kg CO2 jährlich ein. Geld das ich guten Gewissens in meinen nächsten Urlaub stecken kann. Zusätzlich bieten einige Krankenkassen Sonderkonditionen für mit dem Rad zur Arbeit zu fahren.

Uns interessiert, wie Ihr zur Arbeit kommt und, ob Ihr für das Klima auf das Auto verzichten würdet. Erzählt Eure Geschichte.

Freiheit von der Steckdose für mobile Gadgets

Brennstoffzellen in Handys oder Notebooks: Prototypen gab es die letzten Jahre schon häufiger. Ungelöste Probleme behinderten jedoch bisher eine Markteinführung. Die kleine Firma “Lilliputian Systems” gibt laut letzten Meldungen Grund zur Hoffnung.

Das Grundprinzip einer Brennstoffzelle funktioniert so, dass sich Wasserstoff oder ein Methan-Gemisch mit Sauerstoff verbinden. Durch diese chemische Reaktion wird Energie frei, die wiederum als Strom genutzt werden kann.

Unter den bisherigen Problemen gehört beispielsweise die Wärmeentwicklung der Brennstoffzellen. Zudem bereitet die Integration in die Geräte Probleme, da diese immer kleiner werden. Einer der Prototyp-Brennstoffzellen-Akkus war noch so groß wie das Notebook selber. Momentan vorhandene externe Lösungen sind eher für wochenlange Expeditionen geeignet, denn für den alltäglichen Gebrauch.

Die Forschung gibt jedoch nicht auf, was zu befürworten ist. Denn die Vorteile dieser Technologie sind immens:

– die Zelle lässt sich sehr schnell wieder aufladen,
– sie sind leichter und günstiger herzustellen als Lithium-Ionen-Akkus,
– Methanol oder Wasserstoff sind im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus umweltschonender,
– bis zu einem Monat bis zur nächsten Aufladung,
– Brennstoff-Kartuschen der Firma Lilliputian Systems sollen recyclebar sein,
– im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus soll die Energiedichte fünf- bis zehnmal größer sein.

Weiterhin zu erforschen ist die Nutzbarmachung der Abwärme als zusätzliche Energiegewinnung durch beispielsweise thermo-chemische Einheiten, was den Wirkungsgrad noch einmal erhöhen würde.

Lösungswirrwarr für Libyen

Lösungswirrwarr für Libyen

In Katar traf sich die internationale Libyen-Kontaktgruppe, die aus 40 Nationen sowie den Vereinten Nationen, der Nato und der Arabischen Liga besteht, um über eine politische Lösung in Libyen zu beraten. Währenddessen appellierte Frankreichs Staatschef Sarkozy an die Nato, mehr Flugangriffe auf Gaddafis Truppen zu fliegen. Eine schnelle finanzielle Hilfe der Übergangsregierung mithilfe des eingefrorenen Vermögens des Gaddafi-Regimes sei wahrscheinlich doch nicht möglich. Die EU will sich auf einen militärischen Schutz der humanitären Hilfe vorbereiten, braucht dafür aber noch die Bestätigung der dafür zuständigen Behöre der UN. Unterdessen hat das Gaddafi-Regime überhaupt nur dem Roten Kreuz und dem Roten Halbmond erlaubt, humanitäre Hilfe zu leisten. Wer schlägt denn nun endlich mal auf den Tisch und sagt, was Sache und was zu tun ist?!