Sanktionen gegen Libyen

Der UN-Sicherheitsrat hat Sanktionen gegen Libyens Staatschef Muammar al Gaddafi verhängt. Folgende Punkte wurden beschlossen:

• Waffenembargo
• Reisebeschränkungen für die Libysche Führungsspitze
• Einfrierung des Auslandsvermögens der Familie Gaddafi

Libyens Botschafter in New York, Abdurrahman Shalgham hatte den Sicherheitsrat unter Tränen um Sanktionen gebeten. Auch die EU will mit gleichen Sanktionen nachziehen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

Ferner prüft die UNO, ob es sich bei dem Vorgehen Gaddafis gegen die Demonstranten um ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit handelt. Dies würde ein späterer Prozess vor dem internationalen Strafgerichtshof in Den Haag bedeuten.

Gaddafis Macht bald am Ende?

Gaddafis Macht bald am Ende?

Diplomaten, Regierungsmitglieder und Soldaten kehren Libyens Staatschef Gaddafi den Rücken zu, wie Diplomat Abdulmoneim al-Honi der Deutschen Welle mitteilte. Seiner Meinung nach, wird die Regierung Gaddafis in den nächsten Tagen fallen. Mit seinen Gefolgsleuten verlassen auch Deutsche und andere Ausländer in Scharen das Land, mit chaotischen Verhältnissen auf Tripolis Flughafen. Denn die Drohungen Gaddafis, gegen das eigene Volk vorzugehen sind durchaus ernst zu nehmen. Die letzten Attacken gegen Zivilisten sind unserer Meinung nach, im Sinne der Menschenrechte aufs Schärfste zu verurteilen.

Versammlungsfreiheit in Algerien wieder ausübbar

Um dem Machtverlust zu entkommen, hat Präsident Abdelaziz Bouteflika nach 19 Jahren den Ausnahmezustand in seinem Land aufgehoben. Dies war eine der Hauptforderungen der Demonstranten. Denn durch den Ausnahmezustand war beispielsweise die Versammlungsfreiheit eingeschränkt.

Die Schere zwischen Arm und Reich klaffte immer weiter auseinander. Wie in Tunesien, Ägypten und Libyen kam es auch in Algerien wegen den hohen Lebenshaltungskosten und der hohen Arbeitslosigkeit zu Streiks und Demonstrationen mit Toten in Algier.

Bouteflika will sich nach Angaben der algerischen Internetzeitung “Lematindz.net” aus gesundheitlichen Gründen kein viertes Mal zur Wahl stellen. Vielleicht ist der Weg für einen neuen Präsidenten damit auch schon früher frei. Vorher will Bouteflika angeblich noch weitere Zugeständnisse wie etwa eine Amnestie für politische Gefangene machen.

Auch steigende Wassererwärmung Schuld am Eisschwund in der Arktis

Eisschmelze in der Arktis Wissenschaftler vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften haben nachgewiesen, dass neben den steigenden Lufttemperaturen auch steigende Temperaturen des aus der Meerenge zwischen Grönland und Spitzbergen in die Arktis zuströmenden Atlantikwassers für das Abschmelzen des Eises sorgen.

Wie in der Zeitschrift “Science” berichtet, ist die Temperatur in den letzten 100 Jahren um circa zwei Grad gestiegen. Hilfestellung liefern mussten fossile tierische Einzeller namens Foramiferen, da es meteorologische und ozeanographische Messdaten erst seit 150 Jahren gibt. Nach dem Absterben sinken deren Kalkschalen auf den Meeresboden. Bestimmte Arten benötigen bestimmte Temperaturen. Anhand der gefundenen Arten konnten die klimatischen Bedingungen rekonstruiert werden. Eine zweite Methode zur Bestimmung der Temperatur war die Untersuchung der chemischen Zusammensetzung der Foramiferen. Beide Methoden kamen zum gleichen Ergebnis: ein Anstieg um zwei Grad.

Schmilzt in Zukunft noch mehr Eis, würde dies laut den Wissenschaftlern um Robert Spielhagen in der Arktis zu noch mehr Klimaveränderung führen. Denn wo kein Eis ist, können die Sonnenstrahlen nicht mehr reflektiert werden.

Frühere Rückkehr von Störchen nach Deutschland

Bereits jetzt sind die ersten Störche in Deutschland gesichtet worden. Laut dem NABU liegt der Grund darin, dass die meisten Störche erst gar nicht mehr den langen Weg nach Westafrika angehen, sondern im Elsass oder in Spanien überwintern. Genügend Futter sei auf Reisfeldern oder auf Mülldeponien zu finden. Ausgewilderte Tiere überwintern teilweise sogar in Deutschland. Ein weiterer Indikator für mildere Temperaturen in Mitteleuropa.