Auswirkungen des Klimawandels in Nepal

Klimawandel Juristischer Berater der United Mission to Nepal Ranju Pandit Chhetri berichtete für die Verbraucherzentrale:

• Stark schwankende Regenzyklen lassen die Nahrungsmittel knapp werden.
• Ausgetrockneter Fluss in der Rupendehi-Gemeinde.
• Springfluten während der Regenzeit.
• Gletscherschmelze im Himalaja:
• Katastrophale Flutwellen nach Dammbruch von Gletscherseen.
• Wassermangel für die Landwirtschaft mit nicht zu bewältigenden Problemen für ein armes Land wie Nepal.

Auswirkungen des Klimawandels in Kamerun

Klimawandel Mitarbeiterin der Umwelt- und Entwicklungsorganisation ADEID Carole Mboube berichtete für die Verbraucherzentrale:

• Keine genaue Vorhersage der Regenzeit ist mehr möglich.
• Bei zu langer Trockenzeit vertrocknet das Saatgut in der Erde.
• Bei zu langer Regenzeit kann entweder der Boden nicht bearbeitet und nicht ausgesät werden oder die Ernte verdirbt.

Der Klimawandel hat die Erde im Griff

Schweizer Gletscher Die an Häufigkeit und Intensität zunehmenden Wetterkapriolen rund um den Globus belegen, der Klimawandel hat die Erde fest im Griff. Effektiver Klimaschutz ist demnach eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, die es zu bewältigen gilt. Denn die Auswirkungen der rasant voranschreitenden Erderwärmung bedrohen nicht „nur“ den Lebensraum des Eisbären, des größten an Land lebenden Raubtiers der Erde, sondern bringen weitreichende Folgen für uns alle mit sich. Jeder von uns ist gefordert, seinen persönlichen Beitrag zu leisten, denn die Erde wartet nicht, wie die Ausführungen der nachfolgenden Berichte dieser Themenwoche weiter verdeutlichen.

Lesen Sie gerne vorab meinen Artikel "Der Klimawandel – eine globale Herausforderung" auf dem Bürger Blog Blankenheim.

Ihre Maria Herzger

Auswirkungen des Klimawandels im Pazifik

Steigende Meeresspiegel verursacht durch den Klimawandel Die möglichen Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland haben wir im Artikel Folgen des Klimawandels beschrieben. Manch einer hierzulande freut sich sogar schon auf ein wärmeres Klima, ohne sich Gedanken über die negativen Seiten zu machen. Wie aber sieht es in Ländern fernab aus, die die Auswirkungen hautnah spüren werden und sogar um Ihre Existenz bangen müssen. Diejenigen, die am wenigsten zum Klimawandel beitrugen, haben am stärksten unter den Folgen zu leiden. So etwa die flachen Inselstaaten im Pazifik, die durch den Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind. Laut UN steigt der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um durchschnittlich 60 Zentimeter.

Kaminaga Kaminaga, Koordinator für Klimawandel, berichtet über die Auswirkungen auf den Marschallinseln:
• Der steigende Meeresspiegel sorgt für steigende Salzkonzentrationen im Grundwasser.
• Höhere Wellen nagen auf dem Jaluit-Atoll, einer wichtigen Verbindung von der Insel zum Flughafen.
• An den Ufern müssen täglich die Dämme erneuert werden.
• Verlust von Kultur und Identität: die ersten Grabstätten sinken bereits ins Meer ab.
• Wirtschaftliche Zukunft ist bedroht: wer behält die Ansprüche auf die reichen Fischgründe und die großen Mineralvorkommen am Meeresboden, wenn die Inseln einmal verschwunden sind?

Was passiert, wenn ein Staat wirklich verschwindet? Sind die Menschen dann auf einmal staatenlos, verlieren sie Ihre Souveränität und vor allem, wo sollen sie leben? Unter anderem hängt es davon ab, ob die UN-Vollversammlung dem Staat seinen Sitz entzieht. Eine solche Situation wirft ganz neue völkerrechtliche Fragen auf. Rechte von Umweltflüchtlingen sind bisher noch nicht geregelt. Im Mai 2011 findet in New York deshalb eine Konferenz statt, um genau diese Fragen zu beantworten.

Einzige Maßnahmen der Insulaner sind der Anbau von widerstandsfähigen Pflanzen zum Erosionsschutz an den Küsten und die Erhöhung der Dämme. Vielmehr würde aber eine globale Lösung der Staatengemeinschaft helfen.

Anpassung an den Klimawandel – Beispiel Indien

Klimawandel Die möglichen Auswirkungen des Klimawandels in Deutschland haben wir im Artikel Folgen des Klimawandels dargestellt. Selbst wenn das Zwei-Grad-Ziel erreicht werden wird, ist es unausweichlich über Anpassungsstrategien aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels nachzudenken. Am Beispiel Indiens soll dies einmal exemplarisch dargestellt werden.

Indiens Bevölkerung wächst. Seine langfristige Ernährungssicherung basiert zum einen auf einer intensiven Bewässerungslandwirtschaft und zum anderen auf extensiv im Regenfeldbau bewirtschaftete landwirtschaftliche Flächen. Indien bekommt die Auswirkungen des Klimawandels durch zunehmende Wetterextreme, wie längere Dürreperioden, Erosion oder Überflutungen zu spüren. Dadurch können große landwirtschaftliche Flächen verloren gehen.

In einem von der „Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit“ (GTZ) durchgeführten Projekt zum Management von Wassereinzugsgebieten werden nach Angaben der GTZ folgende Anpassungsmaßnahmen integriert, um den Auswirkungen entgegen zu wirken. Als Pilotregion wurde Rajastan ausgesucht, das von einer jahrelangen Dürre aufgesucht wurde.

• Sensibilisierung aller beteiligten Partner für Anpassungsmaßnahmen
• Stärkere Berücksichtigung von Klimavariabilitäten in der landwirtschaftlichen Planung
• Weiterentwicklung von wasserkonservierenden Bewässerungstechniken
• Verbreitung von traditionellem Wissen etwa bei extremen Dürreperioden
• Einkommensschaffende Maßnahmen für die lokale Bevölkerung
• Ergänzung der Subsistenzwirtschaft durch marktorientierten Anbau, z.B. von Öl- und Medizinalpflanzen