Elektroautos ohne Akku – geht das?

Studenten der Hochschule Karlsruhe bauten ein Elektroauto namens E-Quickie mit drahtloser Stromversorgung. Die Stromversorgung erfolgt über in den Straßen verlegten Leiterbahnen mit Weitergabe der Energie an einen Nabenmotor mit 2 kW Leistung. Jedoch wird der Strom nicht wie bei der Carrera-Bahn per Kontakt, sondern draht- und berührungslos über Induktion übertragen.

Das 60 Kilogramm leichte Gefährt kann mit dem kleinen Motor eine beachtliche Geschwindigkeit von 50 km/h erreichen und benötigt laut Angaben der HS Karlsruhe nur einen Pufferakku wenn es mal die Leiterbahn verlässt.

Ob sich ein solches System im Alltag bewähren kann, muss sich erst zeigen. Dazu soll demnächst eine Teststrecke auf dem Hochschulgelände eingerichtet werden. Zudem sollen das Gewicht und die Größe des Pufferakkus weiter optimiert werden.

EU-Verbot: Keine Gartenmöbel mehr von illegal geschlagenem Tropenholz

Nach den USA besagt nun auch ein neuer Gesetzesentwurf des Europäischen Parlaments, dass kein Handel und auch kein Import von illegal geschlagenem Tropenholz innerhalb der EU mehr stattfinden darf. Gerade die Hölzer aus Indonesien sind in Verruf geraten, illegal abgeholzt zu werden. Weltweit werden laut der “Food and Agriculture Organization of the United Nations” (FAO, 2009) jährlich etwa 13 Millionen Hektar abgeholzt – etwa 40 Prozent davon illegal.

Einen kleinen Überblick über die Situation des Regenwaldes weltweit gibt folgendes Video her.

Dieser Gesetzesentwurf bedeutet, dass die Händler und Importeure nur noch legal geschlagenes Tropenholz verkaufen dürfen. Ferner müssen die Hölzer einen Nachweis der Herkunft führen und entsprechend gekennzeichnet werden, was eine Stärkung des Verbraucherschutzes bedeutet.

Der WWF rechnet durch die neue Gesetzgebung mit einer deutlichen Reduzierung der illegalen Abholzung, gerade weil auch die Holzindustrie diesem Gesetz positiv gestimmt ist. Im kommenden Herbst muss der Ministerrat der Gesetzgebung noch zustimmen. Nach diesem wirklich positiven Ergebnis muss jetzt noch in letzter Konsequenz die Ahndung bei Verstößen umgesetzt werden.

Zukunftsprognose – Folgen des Klimawandels

In einem Interview von Spiegel-Online mit den Klimaforschern Stefan Hagemann vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erfuhr der Interessierte sowohl Zukunftsprognosen über die Folgen des Klimawandels als auch Maßnahmen, was zu tun ist, um die Folgen zu mindern.

Beide sind sich einig, dass die jüngst aufgetretenen Wetterereignisse wie etwa das Hochwasser an der deutsch-polnischen Grenze Folgen des Klimawandels sind. Im Sommer wird es laut Hagemann gerade im Osten Deutschlands zwar eher trockener mit häufiger auftretenden Hitzewellen; bei Regen kommt es aber dann gleich zu einem Starkregen mit verheerenden Folgen. Hinzu kommen nach Hagemann weitere vom Klimawandel unabhängige Faktoren wie die Begradigung der Flüsse und den fehlenden Überschwemmungsflächen.

Als konkrete Maßnahme vor dem nächsten Hochwasser sollen laut Gerstengarbe, „im Osten Deutschlands die landwirtschaftlichen Drainagen zurückgebaut werden. Der Regen würde dann nicht mehr in die Flüsse geleitet, sondern könnte versickern und das Grundwasser anheben.“ Um die Entwicklung des Klimas abzumildern und die Erderwärmung bei nur 2 Grad gegen Ende des Jahrhunderts zu belassen sind noch größere Anstrengungen nötig: Energieeinsparung und Energieeffizienzsteigerung sind die Zauberwörter. Was fehlt ist eine Einigung der 20 größten Wirtschaftsnationen, die 80 Prozent der Energie verbrauchen, so Gerstengarbe.

Leider sind die Auswirkungen jeder Maßnahme erst in 30 Jahren zu spüren und der Mensch denkt sehr kurzfristig. Nächste Möglichkeiten einer Einigung sind zum einen der Klimagipfel im Oktober diesen Jahres in Tianjin China und zum anderen das G-20-Wirtschaftstreffen im November diesen Jahres in Seoul Südkorea. Es ist zu hoffen, dass es bei den Gesprächen dieses Mal auch zu konkreten Umsetzungsmaßnahmen kommen wird.

Lichtblick am Golf von Mexiko – unbekannte Bakterienart frisst Ölwolke auf

Wie von Spiegel-Online berichtet, fanden Wissenschaftler vom Lawrence Berkeley National Laboratory heraus, dass die durch den Ölunfall der „Deepwater Horizon“ ins Meer geströmte Ölwolke in einer Tiefe von etwa 1,1 Kilometern verhältnismäßig schnell abgebaut wird und gar nicht erst an die Oberfläche kommt. Grund dafür, so die Experten, ist eine völlig unbekannte Bakterienart, die in einer kalten und tiefen Wassertiefe anzutreffen ist.

Im Gegensatz zu anderen Mikroorganismen, kommt diese Art mit weitaus weniger Sauerstoff aus. So können sie sich massenhaft vermehren, ohne an Sauerstoffmangel zu leiden. Der „Appetit“ auf Öl könnte laut dem Labor daher kommen, dass in dieser Region gehäuft natürliche Ölaustritte vorkommen und sie sich darauf angepasst haben.

Es ist also zu hoffen, dass die recht optimistische Einschätzung der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA Recht behält, und bereits drei Viertel allen ausgetretenen Öls verschwunden ist.