„Grüne Fonds“ – ökologische Altersvorsorge

Das Vorhaben vieler Regierungen, aus der Atomenergie auszusteigen kurbelt die Diskussionen um erneuerbare Energien wieder stärker an. Auch ist die ökologische Verantwortung in das Bewusstsein vieler Menschen vorgedrungen. Daher investieren auch viele Verbraucher in ihre Altersvorsorge, zunehmend in sogenannte „grüne Fonds“. Diese galten bisher als die Exoten auf dem Markt. Doch aktuell steigt die Zahl derer, die in die Umwelt investieren. Das Sustainable Business Institute (SBI) hat allein für die erste Jahreshälfte 2009 ein Wachstum von 10 Prozent auf 301 Fonds registriert. Im ersten Halbjahr 2011 sahen die Zahlen sogar noch beeindruckender aus. Für den Anleger stehen mittlerweile mehr als 363 Fonds im „grünen“ Bereich zur Verfügung.

Unterschiede zur „klassischen“ Vorsorge

Im Gegensatz zu einer konservativen Altersvorsorge setzt man mit den ökologischen Fonds besonders auf Kapitalanlagen, in welchen die nachhaltige Komponente einen hohen Stellenwert genießt. Besonders die erneuerbaren Energien stellen eine solche Anlagemöglichkeit dar. Die Nachhaltigkeit solcher Investitionen war bisher eine der „Marktlücken“ im Bereich der Altersvorsorgeprodukte. Durch den aufkommenden Trend immer mehr in diese Energien, wie Solar- oder Windenergie, zu setzen, können auch die Anleger in solchen Fonds erheblich davon profitieren – denn schließlich gilt es, den eigenen Lebensabend finanziell absichern zu können. Die Performanceentwicklung ist dabei besonders interessant. Im letzten halben Jahr schwankte diese zwischen 5 und 22 Prozent.

Sicherheit und Risiko

Die Zahlen des Sustainable Business Institute verdeutlichen, welches Renditenpotenzial in den „Öko-Fonds“ steckt. Doch stellen solche Anlagen auch ein Risiko dar – wie Stiftung Warentest kürzlich berichtete. Im Magazin „Finanztest“ wurden die Erwartungen vieler Anleger gedämpft. Die Renditen würden oft weniger hoch ausfallen, als zu Beginn erwartet wird.

Trotzdem ist das zunehmende Potenzial solcher ökologischen Fonds deutlich zu erkennen. Durch die zunehmenden Investitionen der europäischen Regierungen wird dieser Sektor in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle spielen – auch für die Altersvorsorge.